Chakras - Oder: Was wirbelige Energiezentren mit der Kirmes zu tun haben

Chakras – irgendwie hat jeder schon mal davon gehört oder vielleicht auch schon mal das kleine sitzende Männchen gesehen, welches mit farbigen Kreisen entlang seiner Mitte die Reihenfolge der Chakras verdeutlichen soll. Was aber sind Chakras genau? Wie passend, dass gerade am zweiten Ausbildungswochenende und inmitten meiner Instagram Challenge, dieses Thema auf dem Lehrplan steht.

Erst einmal bedeutet das Wort Chakra aus dem Sanskrit übersetzt „Rad“.

Als Chakra werden die Energiewirbel bezeichnet, die jeder Mensch hat. Neben unzähligen kleinen Chakras, hat der Mensch sieben Hauptchakras. Sie erstrecken sich - grob gesagt - entlang der Wirbelsäule.

 

Auch wenn man den verschiedenen Chakras Orten am Körper zuordnet, sind es keine materiellen, anatomisch festlegbaren Zentren. Daher weisen wir sie ungefähren Stellen am Körper zu.

 

Der Einfluss dieser Energiezentren wirkt auf drei unterschiedlichen Ebenen, der physischen, der psychischen und der spirituellen Ebene.

Wenn wir davon ausgehen, dass Störungen immer auf der empfindlichsten Ebene, der spirituellen, entstehen, greift die Störung immer weiter um sich. Von der psychischen Ebene bis auf die physische Ebene.

Ist das Energiezentrum also aus dem Gleichgewicht geraten, ist es am effektivsten, die Störung auf der Ebene auszugleichen, auf der sie einem bewusst wird. Idealerweise hält man natürlich seine Chakras im Gleichgewicht.

 

Das ist vermutlich leichter gesagt als getan.

Da jedes Chakra einer Gegend am Körper, diversen Organen und Emotionen entspricht; und es für jedes Chakra auch entsprechende Yogaübungen gibt, hat man aber immerhin schon mal einen Anhaltspunkt, auf den man sich konzentrieren kann.

 

Siehe dazu auch die Beiträge aus der Instagram Challenge

 

Das unterste Chakra ist Muladhara, auch Wurzel-Chakra genannt. Es befindet sich auf Höhe des Steißbeins und verbindet uns energetisch mit der Erde. Dementsprechend sind ihm auch Körperteile wie zum Beispiel die Beine, Füße und Knochen zugeordnet.

 

Das zweite Chakra ist Svadhisthana , oder das Sakral-Chakra. Es steht für die Sehnsucht Gegensätze zu vereinigen und befindet sich kurz unter dem Nabel. Körperlich entsprechen diesem Chakra, die Nieren, die Blase und die Fortpflanzungsorgane.

 

An dritter Stelle, steht Manipura, das Energie-Chakra. Es ist die Energie-Kornkammer des Körpers und hat die Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen Intellekt und Gefühl zu finden. Es befindet sich oberhalb des Nabels, auf Höhe des Sonnengeflechts.

 

Anahata ist das Herz-Chakra. Dem Namen entsprechend, ist es auf Höhe des Herzens angesiedelt und beherbergt bedingungslose Liebe, Mitgefühl und Menschlichkeit.

 

Das fünfte Chakra – Vishudda – ist dem Hals zugeordnet und steht im Zeichen der Wahrheitsfindung und Kommunikation. Dies ist nicht nur im Austausch mit anderen zu sehen, sondern auch im Sinne der Selbstreflektion.

 

Ajna, das sechste Chakra, ist dem dritten Auge zugeordnet. Dieses befindet sich zwischen den Augenbrauen. Es regelt alle höheren mentalen Aktivitäten wie Erinnerung, Intuition oder auch das Denken und Erkenntnis.

 

Das siebte Chakra heißt Sahasrara oder Scheitel-Chakra. Es befindet sich außerhalb des grobstofflichen Körpers, direkt über dem Kopf. Es verbindet uns mit dem Himmel, dem Universellen.

 

Durch Yoga – oder auch andere Energiearbeit – wird die Energie erweckt und wandert die feinstoffliche Wirbelsäule aufwärts. Chakra für Chakra geht es nach oben... Manchmal allerdings auch wieder im Sinkflug nach ganz unten zurück.

 

Ich stelle mir das eine bisschen wie bei „Hau den Lukas“ auf der Kirmes vor. Je nachdem wie stark oder intensiv, vielleicht auch wie kontinuierlich, die Energie angeregt wird, kann sie auf dem Chakra-Barometer nach oben steigen.

Ziel ist zum Beispiel die Verschmelzung von Individuum mit dem Universum. Das ist aber - wie auf der Kirmes auch - nur den Allerstärksten bestimmt. Für alle Normalsterblichen, reicht es vielleicht auch auf der Hälfte eine Rose abzuschießen...