40 x 4:30 Uhr - Mein neuer Tagesablauf

Jeder hat sie: Routinehandlungen, die man in den Tagesablauf eingebaut hat. Sie geben Struktur, sind geliebt (Kaffee am Morgen) oder gelernt (Zähneputzen nach dem Essen nicht vergessen), in allererster Linie aber, erhaschen sie kaum die Aufmerksamkeit des Ausführenden. Soll ja auch so sein. Ist schließlich ein Baustein der täglichen Routine. Diese Handlungen, Sie kommen einem erst ins Bewusstsein, wenn man versucht die Routine zu ändern. Dann nämlich fällt uns der Verzicht unendlich schwer oder eine neue Handlung, sei sie auch nur wenige Minuten kurz, nervt uns schon fürchterlich. Der sogenannte Schweinehund jault laut sein Veto und findet gleich Hundert Gründe dagegen.

Meistens fällt uns das Ändern einer Routine leichter, wenn wir einen Sinn darin sehen. Dann hat man zumindest die Motivation, die einen über die ersten Unannehmlichkeiten hinweg trägt.

Das sich, mit der Entscheidung eine Yogalehrer Ausbildung zu absolvieren, einiges in meinem Leben ändern wird, damit habe ich natürlich gerechnet. Es sogar herbeigesehnt, nur eben keine konkrete Vorstellung der Änderung(en) gehabt... Und schwupps, da ist sie schon, die erste Herausforderung: In Form eines neuen Tagesablaufs. Ich habe als Freiberuflerin ohnehin einen wenig routinierten Tagesablauf. Je nach Projekt ändert sich die Struktur meines Tages. Oftmals auch mein Aufenthaltsort.

Jetzt, mit dem neuen Tagesablauf stehe ich also vor einer besonderen Herausforderung. Nicht nur, dass ich, als leidenschaftliche Morgenfaulenzerin mal um 4:30 in der Frühe aufstehen muss. Nein, es werden 40 Tage am Stück. Das heißt natürlich, es wird auch Orte betreffen, an denen ich das – ich nenne es mal - Handwerkszeug nicht automatisch parat habe. Spannend.

In meiner ersten Yogalehrer Ausbildung galt es um 5:30 aufzustehen, damit ab 6.00 meditiert und Mantras rezitiert werden können. Ganz schön hart – dachte ich da noch – inzwischen denke ich: 'es war vielleicht nur eine Vorbereitung auf das, was folgen sollte': 40x4:30... Puh....